Speyer

Speyer ist eine Stadt in Rheinland-Pfalz in Deutschland mit etwa 50.000 Einwohnern. Am linken Ufer des Rheins gelegen, befindet sich Speyer 25 km südlich von Ludwigshafen und Mannheim und 21 km südwestlich von Heidelberg. Gegründet von den Römern, ist sie eine der ältesten Städte Deutschlands. Der Speyerer Dom, eine Reihe weiterer Kirchen und das Altpörtel prägen das Bild von Speyer. Im Dom, unter dem Hochaltar, befinden sich die Gräber von acht römischen Kaisern und deutschen Königen.

Berühmt ist die Stadt durch die Speyerer Protestation von 1529.

Eine alte keltische Siedlung, wurde um 100 v. Chr. eine römische Militär- und Handelsstadt, Noviomagus, und wurde später als Nemetes nach den lokalen Einwohnern (Nemetae) bekannt. Sie wurde um 450 n. Chr. während der Barbareninvasionen zerstört. Wiederaufgebaut und im 7. Jahrhundert zum Bistum erhoben, war sie von 1294 bis 1797 eine freie Reichsstadt und von 1527 bis 1689 Sitz des Reichskammergerichts, dem höchsten Gericht des Heiligen Römischen Reiches. Fünfzig Reichstage wurden in Speyer abgehalten. Auf einem dieser Reichstage im Jahr 1529 protestierten die Anhänger Martin Luthers gegen die Entscheidung der Mehrheit, die Zugeständnisse an die Lutheraner aus dem Jahr 1526 rückgängig zu machen. Das Wort „protestantisch“ geht auf diesen Vorfall zurück. Im Krieg der Großen Allianz von französischen Truppen zerstört (1689), wurde Speyer 1797 in die französische Republik eingegliedert, fiel 1815 an Bayern und war von 1816 bis 1945 Hauptstadt der bayerischen (rheinischen) Pfalz.

Speyer ist ein wichtiges regionales Einzelhandelszentrum, und der Tourismus ist ein führender Wirtschaftszweig. In der Stadt gibt es elektrotechnische Industrien und eine Ölraffinerie. Hergestellt werden unter anderem Metall, Maschinen, Schiffe, Flugzeuge, Textilien und Chemikalien. Die mittelalterliche Stadt ist von modernen Industrie- und Wohngebieten umgeben. Die 1945 zerstörte Brücke über den Rhein wurde wieder aufgebaut (1956). Historische Überreste in der Stadt sind das Altpörtal („Altes Tor“) mit einem Torturm aus dem 13. Jahrhundert, das unterirdische Judenbad (frühes 12. Jahrhundert) und die barocke Dreifaltigkeitskirche (1701-17). Der romanische Dom der Stadt, 1030 vom römischen Kaiser Konrad II. gegründet, enthält eine einzigartige Krypta und die Gräber von acht deutschen Kaisern und Königen und drei Kaiserinnen. 1689 geschleift und mehrmals umgebaut, wurde er nach seiner letzten Restaurierung 1961 geweiht. 1981 wurde der Dom, eines der größten und bedeutendsten romanischen Bauwerke, zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. In Speyer gibt es auch ein Technikmuseum und ein Zentrum für Meereskunde.

Der Dom und die Stadt

Speyer ist eine der ältesten Städte in Deutschland. 1990 feierte sie ihr 2000-jähriges Bestehen. Zum Zeitpunkt des Baubeginns des salischen Doms vor fast tausend Jahren hatte Speyer nur 500 Einwohner. Als der Bau des Doms beendet wurde, war Speyer eine Stadt mit 5000 Einwohnern geworden. Die Stadtarchitektur, unter der Leitung des Domstifters Kaiser Konrad II., orientierte sich am Dom. Von der Aussichtsplattform des Südwestturms kann man die breite Triumphstraße überblicken, die vom Stadttor zum Dom führt.

Im Mittelalter war Speyer das souveräne Herz des Heiligen Römischen Reiches. Heute besticht Speyer durch sein reiches kulturelles Angebot, sein mediterranes Flair und seine Weltoffenheit.

Die ersten bekannten Namen waren Noviomagus und Civitas Nemetum, nach dem germanischen Stamm Nemetes, der in der Gegend siedelte. Der Name Spira wird zum ersten Mal im 7. Jahrhundert erwähnt und stammt von der Villa Spira, einer fränkischen Siedlung, die außerhalb von Civitas Nemetum lag.

Zeitlinie

  • Im Jahr 10 v. Chr. wird das erste römische Militärlager errichtet (zwischen dem Rathaus und dem bischöflichen Palast gelegen).
  • Im Jahr 150 n. Chr. erscheint die Stadt als Noviomagus auf der Weltkarte des griechischen Geographen Ptolemäus.
  • Im Jahr 346 wird zum ersten Mal ein Bischof für die Stadt erwähnt.
  • 4. Jahrhundert, Civitas Nemetum erscheint auf der Peutinger-Karte.
  • 5. Jahrhundert, Civitas Nemetum wird zerstört.
  • 7. Jahrhundert, die Stadt wird wieder gegründet und nach einer nahe gelegenen fränkischen Siedlung Spira genannt.
  • 1030 beginnt Kaiser Konrad II. mit dem Bau des Speyerer Doms, der heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Ebenfalls im 11. Jahrhundert wird die erste Stadtmauer gebaut.
  • 1076 schifft sich Kaiser Heinrich IV. von Speyer, seiner Lieblingsstadt, nach Canossa ein.
  • Im Jahr 1084 Gründung der ersten jüdischen Gemeinde in Speyer.
  • Im Jahr 1096, als das Kreuzfahrerheer des Grafen Emicho im Rheinland wütet und die jüdischen Gemeinden abschlachtet, gelingt es dem Speyerer Bischof Johannes mit dem örtlichen Anführer Jekutiel ben Moses, die Gemeindemitglieder innerhalb des bischöflichen Palastes in Sicherheit zu bringen und führt sie später zu noch stärkeren Befestigungen außerhalb der Stadt. Es wurde angeordnet, dass jedem, der einem Juden Schaden zufügte, die Hände abgehackt werden mussten.
  • 1294 verliert der Bischof die meisten seiner bisherigen Rechte, Speyer ist von nun an eine Freie Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches.
  • Im Jahr 1349 wird die jüdische Gemeinde in Speyer ausgelöscht.
  • Zwischen 1527 und 1689 ist Speyer der Sitz des Reichskammergerichts.
  • 1526 wird auf dem Speyerer Reichstag die vorläufige Duldung der lutherischen Lehre und des lutherischen Gottesdienstes verordnet.
  • 1529 protestieren auf dem Reichstag zu Speyer (1529 ) die lutherischen Reichsstände gegen die antireformatorischen Beschlüsse (19. April 1529 Protestation zu Speyer, daher der Begriff Protestantismus).
  • 1635 erobert der Marschall von Frankreich Urbain de Maillé-Brézé zusammen mit Jacques Nompar de Caumont, duc de La Force, an der Spitze der deutschen Armee Heidelberg und Speyer.
  • Im Jahr 1689 wird die Stadt von französischen Truppen schwer beschädigt.
  • Zwischen 1792 und 1814 steht Speyer nach der Schlacht bei Speyer unter französischer Gerichtsbarkeit.
  • 1816 wird Speyer Sitz der pfälzischen Verwaltung und der Regierung des bayerischen Rheinkreises (später bayerische Pfalz genannt) und bleibt es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
  • Zwischen 1883 und 1904 wird die Gedächtniskirche zum Gedenken an die Protestation von 1529 erbaut.
  • 1947 wird die Staatliche Akademie für Verwaltungswissenschaften gegründet (später umbenannt in Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer).
  • Im Jahr 1990 feiert Speyer sein 2000-jähriges Bestehen.

Weitere interessante Städte sind Mannheim, Heidelberg, Frankenthal, und Weinheim.

Weinheim

Weinheim ist eine Stadt mit etwa 43.000 Einwohnern im Nordwesten Baden-Württembergs, Deutschland. Sie liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, etwa 15 km nördlich von Heidelberg und 10 km nordöstlich von Mannheim. Weinheim ist bekannt als die „Zwei-Burgen-Stadt“, nach zwei Burgen, die die Stadt vom Rand des Odenwaldes im Osten überblicken.

Geographie

Weinheim liegt an der Themenroute Bergstraße am westlichen Rand des Odenwaldes. Die Altstadt liegt im Tal, der neue Stadtteil weiter westlich. Auf dem Marktplatz gibt es zahlreiche Cafés, ebenso wie das alte Rathaus. Weiter südlich befindet sich der Schlossgarten und der Exotenwald, in dem Baumarten aus der ganzen Welt, vor allem aber aus Nordamerika und Japan importiert wurden.

Geschichte

Weinheim feierte im Jahr 2005 sein 1250-jähriges Bestehen.

Die früheste Erwähnung Weinheims geht auf das Jahr 755 n. Chr. zurück, als der Name „Winenheim“ im Lorscher Codex, dem Urkundenbuch der Abtei Lorsch, aufgezeichnet wurde.

Im Jahr 1000 verlieh Kaiser Otto III. Weinheim das Marktrecht und 1065 das Recht, Münzen zu prägen und auszugeben. Neben der Altstadt entstand ab 1250 eine Neustadt. Im Jahre 1308 wurde die Altstadt an das Kurfürstentum Pfalz übertragen. Ab 1368 gehörte die ganze Stadt zum Kurfürstentum Pfalz und seit Ende des 14. Jahrhunderts zum Oberamt Heidelberg. Mit dem Übergang an Baden im Jahre 1803 wurde Weinheim Sitz eines eigenen Amt der 1936 mit dem Landkreis Mannheim vereinigt wurde. Ab 1938 gehörte Weinheim zum Landkreis Mannheim bis zum 1. Januar 1973, als der Rhein-Neckar-Kreis gebildet wurde.

Lokale Sehenswürdigkeiten

  • Burg Windeck, ursprünglich um 1100 zum Schutz des Klosters Lorsch erbaut; sie wurde im Dreißigjährigen Krieg und erneut durch Ludwig XIV. von Frankreich im Neunjährigen Krieg schwer beschädigt.
  • Burg Wachenburg, erbaut zwischen 1907 und 1928 von deutschen Bur schenschaftern; auf der Wachenburg findet der jährliche Konvent des Weinheimer Senioren-Convents statt.
  • Der Marktplatz
  • Das Schloss, Sitz der Stadtverwaltung
  • Gerberbachviertel, alte Wirkungsstätte der Ledermacher
  • Schlosspark
  • Strandbad Waidsee, Badestrand am Waidsee-Stausee
  • Miramar (Weinheim), Thermalbad und Saunalandschaft, direkt am Waidsee
  • Exotenwald Weinheim, ein Wald-Arboretum
  • Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof, ein botanischer Garten

Museum

Das Weinheimer Stadtmuseum befindet sich im ehemaligen Sitz des Deutschen Ordens und zeigt Exponate über Weinheim und seine Umgebung: Archäologie von der Vorgeschichte bis zu den Merowingern, deren Highlight der Nächstenbacher Bronzeschatz mit 76 Objekten aus der späten Bronzezeit ist; Ausstellungen zur mittelalterlichen und modernen Sozialgeschichte der Stadt sowie Werke zeitgenössischer Künstler.

Veranstaltungen

  • Februar: Hochsprung-Gala, mit Weltklasse-Hochspringern
  • März: der Sommertagszug, ein Fest, das die Ankunft des Sommers feiert.
  • Mai/Juni (um Christi Himmelfahrt): Tag des Weinheimer Senioren-Convents
  • Juni-August: Weinheimer Kultursommer
  • Juni: Scheuerfest in Ritschweier
  • Juli: der Weinheimer Straßenlauf
  • Mai-September: Kerwes in Rippenweier, Sulzbach, Lützelsachsen, Oberflockenbach und Hohensachsen
  • August (jeweils zweites Wochenende): Weinheimer Kerwe (Freitag bis Montag)
  • September (erster Freitag-Sonntag): Weinheimer UKW-Tagung, ein dreitägiges internationales Amateurfunktreffen, das seit 1956 jährlich stattfindet
  • Oktober: Bergsträßer Winzerfest in Lützelsachsen

Verkehr

Züge

Weinheim hat zwei Hauptbahnhöfe an der Main-Neckar-Bahn, nämlich den Bahnhof Weinheim (Bergstraße) (bedient von Regional- und Fern-IC-Zügen) und Lützelsachsen (bedient von Regionalzügen). Diese bieten Verbindungen nach Frankfurt, Hamburg und anderen Zielen innerhalb Deutschlands.

  • Deutsche Bahn
  • Rhein-Neckar Verkehr

Weinheim wird auch von der OEG-Straßenbahn bedient, die täglich von Menschen genutzt wird, die damit in die Städte Mannheim und Heidelberg pendeln.

Luft

Die nächstgelegenen Flughäfen zu Weinheim sind:

  • Flughafen Frankfurt
  • Baden Airpark

Frankenthal

Frankenthal (Pfalz) ist eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz im Nordosten der Region Pfalz. Unmittelbar benachbart sind die Städte Worms im Norden und Ludwigshafen im Süden. Historisch war Frankenthal vom 16. bis zum 18. Jahrhundert einer der wichtigsten Orte des Kurfürstentums Pfalz.

Frankenthal fungiert als Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden im Rhein-Pfalz-Kreis und gehört mit ihnen zur Metropolregion Rhein-Neckar.

Geographie

Die Stadt liegt in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen dem Pfälzerwald im Westen und dem Odenwald im Osten. Durch Frankenthal fließt die Isenach, die 6 km weiter in den Rhein mündet. Ihr früherer linker Zufluss Fuchsbach ist im Stadtgebiet verrohrt; seine Hauptwassermenge erreicht den Rhein heute über Schrakel- und Eckbach.

Auf der Gemarkung der Stadt liegt der tiefste Punkt der Pfalz (87,3 m ü. NHN). Dieser befindet sich nur wenige hundert Meter vom Rhein entfernt auf einem Acker des Klosgartenhofs, eines landwirtschaftlichen Betriebs im nordöstlichen Vorort Mörsch an der Grenze zum Ludwigshafener Stadtteil Pfingstweide. Den höchsten Punkt der Stadt bildet mit 117,25 m der Monte Scherbelino, ein kleiner Hügel am städtischen Strandbad, der aus einer Mülldeponie hervorgegangen ist.

Stadtgliederung

Die Stadt Frankenthal (Pfalz) besteht aus der Kernstadt und vier Ortsbezirken, die früher eigenständige Dörfer waren.

Einheit Eingemeindung Größe in ha Einwohner
Kernstadt   1.427,7 49.237
Eppstein 1969 719,2 2.612
Flomersheim 1919 481,5 2.798
Mörsch 1919 1.327,1 3.291
Studernheim 1919 422,9 1.895

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Perron-Kunstpreis

Seit 1981 vergibt die Stadt Frankenthal jährlich den Perron-Kunstpreis. Die Schwerpunkte der künstlerischen Arbeiten bilden abwechselnd die Disziplinen Graphik, Malerei, Plastik und Porzellan. Begleitend zur Preisverleihung findet eine Ausstellung der Nominierten statt.

Sport

StrandbadTG Frankenthal, Deutscher Hockeymeister 1980

Frankenthal besitzt eine Vielzahl von Sportvereinen, die das Stadtbild und die Freizeitaktivitäten aller Altersklassen prägen. Auf mehr als 400 Jahre blickt die Schützengesellschaft Frankenthal zurück, zu den ältesten und mitgliederstärksten Vereinen zählen der VfR Frankenthal, die TG Frankenthal, die VT Frankenthal, der TSV Eppstein oder der Pirates Football Club.

In Frankenthal befindet sich seit dem 1. Januar 1997 das Landesleistungszentrum Karate für Rheinland-Pfalz, welches vom 1. Shotokan Karate Club Frankenthal betrieben wird.

Seit 2005 besteht das DAV-Kletterzentrum Pfalz-Rock in Frankenthal. Die Halle mit etwa 1200 m² Kletterfläche, rund 15 m Höhe und einigen stark überhängenden Wettkampfbahnen (10+) ist Landesleistungsstützpunkt Sportklettern in Rheinland-Pfalz.

Feste

Der damalige Oberbürgermeister Theo Wieder mit traditionellem Strohhut bei der Festeröffnung 2009

Das Strohhutfest an vier Tagen im Mai/Juni ist mit mehr als 300.000 Besuchern das größte Straßenfest der Pfalz. Der Frühjahrsmarkt, das Strandbadfest und das Herbstspektakel (früher Oktobermarkt) sind bedeutende regionale Ereignisse, die Trendtage, die Kulturtage und der Weihnachtsmarkt besitzen lokalen Charakter. Immer größere Ausstrahlung gewinnt der winterliche Eiszauber, bei dem die Erkenbert-Ruine für mehrere Wochen in eine große Eislaufbahn verwandelt wird.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahre 2016 erbrachte Frankenthal, innerhalb der Stadtgrenzen, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,564 Milliarden €. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 32.301 € (Rheinland-Pfalz: 34.118 €, Deutschland 38.180 €) und lag damit unter dem regionalen und nationalen Durchschnitt. Das BIP je Erwerbsperson beträgt 68.902 € und liegt damit deutlich höher. In der Stadt waren 2016 ca. 22.700 erwerbstätige Personen beschäftigt. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 5,8 % und damit über dem Durchschnitt von Rheinland-Pfalz von 4,1 %.

Im Zukunftsatlas 2016 belegte die kreisfreie Stadt Frankenthal Platz 205 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft.

Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt ist Sitz eines Land- und eines Amtsgerichts. Außer den beiden Gerichten ist im Justizzentrum Frankenthal auch die Staatsanwaltschaft angesiedelt. In der Justizvollzugsanstalt Frankenthal können Haftstrafen von maximal acht Jahren Dauer vollstreckt werden.

Bildung

Die Stadt ist Träger einer Reihe von Schulen, die von etwa 9000 Schülern aus der Stadt und deren Umkreis besucht werden:

  • zehn Grundschulen
  • zwei Realschulen plus
  • eine integrierte Gesamtschule
  • zwei Gymnasien
  • eine Berufsbildende Schule
  • drei Förderschulen

Zudem unterhält die Stadt ein Schullandheim sowie eine Musikschule, die im Kulturdenkmal der ehemaligen Zuckerfabrik betrieben wird.

Der Bezirksverband Pfalz ist Träger des Pfalzinstituts für Hören und Kommunikation mit Internat und Berufsschule. Dazu kommt die private Freie Waldorfschule Frankenthal.

Im Sommer 2008 wurde die Frankenthaler Bildungsstiftung gegründet, die die verschiedenen Bildungseinrichtungen sowie deren Schüler fördert.

Verkehr

Fernstraßen

Sowohl im Individual- als auch im öffentlichen Personennahverkehr verfügt die Stadt über gute Verkehrsanbindungen. Unmittelbar nördlich von Frankenthal liegt die Anschlussstelle Frankenthal-Nord der A 6 (Saarbrücken–Mannheim); von Süden her wird die Stadt über die B 9 (Speyer–Worms) erreicht.

ÖPNV

Frankenthal liegt an der Bahnstrecke Mainz–Mannheim. Am Hauptbahnhof Frankenthal halten halbstündlich S-Bahnen der S-Bahn RheinNeckar sowie stündlich alternierend der Regionalexpress Frankfurt–Karlsruhe bzw. Frankfurt–Mannheim. Die S-Bahn-Anbindung soll ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 auch am Wochenende im Halbstundentakt erfolgen, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 durch den Einsatz neuer Fahrzeuge vollständig ausgebaut werden.

Von Frankenthal Hauptbahnhof aus verkehren zudem stündlich Regionalbahnen nach Freinsheim und weiter nach Grünstadt und Ramsen/Eiswoog. Die Strecke nach Freinsheim zweigt von der Strecke nach Ludwigshafen am Rhein südlich des Haltepunktes Frankenthal Süd ab, der zum Fahrplanwechsel am 14. Juni 2015 um 0 Uhr in Betrieb genommen wurde.

Mehrere Stadt- und Regionalbuslinien, die sich alle am Frankenthaler Busbahnhof treffen, bedienen Stadtgebiet und Umland.

Von 1891 bis 1939 fuhr eine Lokalbahn von Frankenthal nach Großkarlbach; die Relation wird heute von der BRN-Buslinie 460 bedient.

Weitere interessante Städte sind Mannheim, Heidelberg, Weinheim und Speyer.

Heidelberg

Heidelberg gilt als eine der schönsten Städte in Deutschland. Das malerische Ensemble aus Schloss, Altstadt und dem von Hügeln umgebenen Neckar, das schon die Dichter und Künstler der Romantik inspirierte, fasziniert auch heute noch Millionen Besucher aus aller Welt. Aber Heidelberg hat mehr zu bieten als Romantik. 

Heidelberg ist eine Stadt der Wissenschaft. Sie beherbergt die älteste Universität Deutschlands sowie zahlreiche weitere und eine Vielzahl international renommierter Forschungsinstitute und forschender Unternehmen. Die Internationale Bauausstellung (IBA) zeigt, dass die Stadt und die Wissenschaft in Zukunft noch enger zusammenarbeiten werden.

Heidelberg ist international. Rund 11,8 Millionen Besucher aus der ganzen Welt kommen jedes Jahr in die Stadt. Auch die Bevölkerung ist international: Schätzungsweise 56.000 der Einwohner Heidelbergs haben einen Migrationshintergrund – viele von ihnen sind Wissenschaftler und Studenten.

Heidelberg ist grün. Die Kombination aus attraktiver Landschaft, günstigem Klima und urbanem Lebensstil macht Heidelberg zu einer der führenden Städte in Deutschland, was den Freizeitwert angeht. Darüber hinaus wurde die Stadt mehrfach für ihr Engagement für die Umwelt ausgezeichnet.

Heidelberg hat eine Geschichte. Erstmals 1196 erwähnt, wurde Heidelberg zusammen mit dem Schloss im 13. Jahrhundert geplant und gebaut. Die Blütezeit Heidelbergs als Hauptstadt der Kurpfalz begann nicht zuletzt mit der Gründung der Universität – heute die älteste in Deutschland – im Jahr 1386. Heidelberg war eine der wenigen deutschen Großstädte, die von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges weitgehend verschont blieben. Die Stadt Heidelberg ist in 15 Stadtteile unterteilt.

Heidelberg ist eine Universitätsstadt im deutschen Bundesland Baden-Württemberg, gelegen am Fluss Neckar im Südwesten Deutschlands. Bei der Volkszählung 2016 betrug die Einwohnerzahl 159.914, wovon etwa ein Viertel aus Studenten bestand.

Etwa 78 km südlich von Frankfurt gelegen, ist Heidelberg die fünftgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Heidelberg ist Teil der dicht besiedelten Metropolregion Rhein-Neckar.

Die 1386 gegründete Universität Heidelberg ist die älteste Deutschlands und eine der renommiertesten Universitäten in Europa. Heidelberg ist ein wissenschaftliches Zentrum in Deutschland und beherbergt neben der Universität mehrere international renommierte Forschungseinrichtungen, darunter das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie und vier Max-Planck-Institute. Die Stadt ist außerdem seit Jahrhunderten ein Zentrum der Künste, insbesondere der Literatur, und wurde vom UNESCO Creative Cities Network zur“Stadt der Literatur“ ernannt.

Heidelberg war Regierungssitz des ehemaligen Kurfürstentums Pfalz und ist wegen seines romantischen Stadtbildes mit dem Heidelberger Schloss, dem Philosophenweg und der barocken Altstadt ein beliebtes Touristenziel.

Geographie

Die Stadtteile von Heidelberg

Heidelberg liegt im Rheingraben, am linken Ufer des unteren Neckars in einem steilen Tal im Odenwald. Es wird begrenzt durch den Königsstuhl (568 m) und den Gaisberg (375 m). Der Neckar fließt hier in ost-westlicher Richtung. Am rechten Ufer des Flusses erhebt sich der Heiligenberg mit einer Höhe von 445 Metern. Etwa 22 Kilometer nordwestlich in Mannheim mündet der Neckar in den Rhein. Die im 20. Jahrhundert eingemeindeten Ortschaften erstrecken sich vom Neckartal aus entlang der Bergstraße, die durch den Odenwald führt.

Heidelberg liegt an der europäischen Wanderroute E1.

Flora und Fauna

Da Heidelberg zu den wärmsten Regionen Deutschlands gehört, gedeihen hier Pflanzen, die für das mitteleuropäische Klima untypisch sind, darunter Mandel- und Feigenbäume; auch ein Olivenbaum steht in der Gaisbergstraße. Am Philosophenweg auf der gegenüberliegenden Seite der Altstadt wurde im Jahr 2000 der Weinanbau wieder aufgenommen.

Es gibt eine wilde Population von afrikanischen Rosensittichen, und eine Wildpopulation von sibirischen Schwanengänsen, die vor allem auf den Inseln im Neckar in der Nähe des Stadtteils Bergheim zu sehen sind.

Verwaltungsstrukturen

Heidelberg ist eine kreisfreie Stadt innerhalb des Regierungsbezirks Karlsruhe. Der Rhein-Neckar-Kreis umgibt sie und hat seinen Sitz in der Stadt, obwohl die Stadt nicht zum Landkreis gehört. Heidelberg ist ein Teil der Metropolregion Rhein-Neckar, die oft als Rhein-Neckar-Dreieck bezeichnet wird.

Diese Region besteht aus dem südlichen Teil des Landes Hessen, dem südlichen Teil des Landes Rheinland-Pfalz (Vorderpfalz), den Landkreisen Mannheim und Heidelberg sowie den Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises. Das Rhein-Neckar-Dreieck wurde 2005 zu einer europäischen Metropolregion.

Heidelberg besteht aus 15 Stadtteilen, die sich auf sechs Sektoren der Stadt verteilen. Im zentralen Bereich liegen Altstadt, Bergheim und Weststadt; im Norden Neuenheim und Handschuhsheim; im Osten Ziegelhausen und Schlierbach; im Süden Südstadt, Rohrbach, Emmertsgrund und Boxberg; im Südwesten Kirchheim; im Westen Pfaffengrund, Wieblingen und ein neuer Stadtteil namens Bahnstadt, der auf Flächen in der Weststadt und Wieblingen entsteht. Der neue Stadtteil wird ca. 5.000-6.000 Einwohner und Arbeitsplätze für 7.000 haben. Weiterer neuer Wohnraum für 10.000-15.000 Einwohner wird in Patrick Henry Village nach dem Abzug der US-Streitkräfte zur Verfügung gestellt.

Benachbarte Gemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen, beginnend im Westen und im Uhrzeigersinn, an die Stadt Heidelberg: Edingen-Neckarhausen, Dossenheim, Schriesheim, Wilhelmsfeld, Schönau, Neckargemünd, Bammental, Gaiberg, Leimen, Sandhausen, Oftersheim, Plankstadt, Eppelheim (alle Teil des Rhein-Neckar-Kreises) und Mannheim.

Einwohnerzahl

Die Einwohnerzahl der Stadt Heidelberg überschritt 1946 zum ersten Mal die 100.000er Marke. Es ist eine Stadt mit einer internationalen Bevölkerung, darunter eine der größten amerikanischen Gemeinden außerhalb Nordamerikas, die aber in der Heidelberger Bevölkerungsstatistik nicht ausgewertet wird. Ende Dezember 2011 hatte die Stadt 149.633 Einwohner mit offiziellem Hauptwohnsitz in Heidelberg (ohne die Soldaten und Angestellten der U.S. Army und deren Angehörige, insgesamt etwa 20.000 Personen), ein historischer Höchststand.

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Einwohner innerhalb der damaligen Stadtgrenzen. Bis 1833 sind es meist Schätzungen, danach Volkszählungsergebnisse oder offizielle Fortschreibungen der damaligen statistischen Ämter oder der Stadtverwaltung. Die Daten beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsbevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort ihrer Hauptwohnung.“ Vor 1843 wurde die Bevölkerung durch uneinheitliche Erhebungsverfahren ermittelt.

Stadtbild

Die Altstadt

Der Marktplatz, rechts das RathausHeidelbergs Altstadt vom Schloss aus gesehenHeidelberger Schloss mit der Alten Brücke im Vordergrund, 2010

Religion in Heidelberg (2011) Evangelische Kirche (34,9%) Katholische Kirche (30,1%) Orthodoxes Christentum (1,7%) Evang. Freikirche (1,2%) Sonstige staatlich anerkannte Kirche/Religionsgemeinschaft (3,2%) Islam (5,7%) Sonstige oder Nichtreligiöse (23,2%)Blick vom Schloss im Winter, 2014

Die “ Altstadt„, am südlichen Ufer des Neckars gelegen, ist lang und schmal. Sie wird dominiert von der Ruine des Heidelberger Schlosses, das 80 Meter über dem Neckar an den steilen bewaldeten Hängen des Königstuhls liegt.

  • DieHauptstraße, eine kilometerlange Fußgängerzone, zieht sich durch die gesamte Altstadt.
  • Die alte Steinbrücke wurde 1786-1788 erbaut. Ein mittelalterliches Brückentor befindet sich auf der Seite der Altstadt und war ursprünglich Teil der Stadtmauer. Barocke Turmhelme wurden als Teil der Errichtung der Steinbrücke im Jahre 1788 hinzugefügt.
  • DieHeiliggeistkirche, eine spätgotische Kirche auf dem Marktplatz der Altstadt.
  • DasKarlstor, ein Triumphbogen zu Ehren des Kurfürsten Karl Theodor, befindet sich an der Ostseite Heidelbergs. Es wurde 1775-1781 erbaut und von Nicolas de Pigage entworfen.
  • Das Haus Zum Ritter Sankt Georg ist eines der wenigen Gebäude, die den Erbfolgekrieg überstanden haben. Es steht gegenüber der Heilig-Geist-Kirche und wurde im Stil der Spätrenaissance erbaut. Benannt ist er nach der Skulptur an der Spitze.
  • Der Marstall, ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert am Neckar, das im Laufe seiner Geschichte mehreren Zwecken gedient hat. Heute ist es eine Mensa für die Universität.

Heidelberger Schloss

Das Schloss ist eine Mischung aus verschiedenen Stilen von der Gotik bis zur Renaissance. Kurfürst Ruprecht III. (1398-1410) errichtete das erste Gebäude im Innenhof als königliche Residenz. Das Gebäude gliederte sich in ein Erdgeschoss aus Stein und Fachwerkobergeschosse. Ein weiteres königliches Gebäude befindet sich gegenüber dem Ruprecht-Bau: die Brunnenhalle. Kurfürst Philipp (1476-1508) soll die Verlegung der Säulen der Halle aus einer verfallenen Pfalz Karls des Großen von Ingelheim nach Heidelberg veranlasst haben.

Im 16. und 17. Jahrhundert fügten die Kurfürsten zwei Palastgebäude hinzu und bauten die Festung zu einem Schloss aus. Die beiden dominierenden Gebäude an der Ost- und Nordseite des Hofes wurden während der Herrschaft von Ottheinrich (1556-1559) und Friedrich IV. (1583-1610) erbaut. Unter Friedrich V. (1613-1619) wurde das Hauptgebäude der Westseite errichtet, der sogenannte „Englische Bau“.

Während des Dreißigjährigen Krieges und des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurden das Schloss und sein Garten mehrfach zerstört. Als Kurfürst Karl Theodor versuchte, das Schloss wieder aufzubauen, schlug 1764 der Blitz ein und beendete alle Wiederaufbauversuche. Später wurde das Schloss als Steinbruch missbraucht; Steine aus dem Schloss wurden zum Bau neuer Häuser in Heidelberg entnommen. Dies wurde 1800 von Graf Charles de Graimberg gestoppt, der daraufhin begann, das Schloss zu erhalten.

Obwohl das Innere im gotischen Stil gehalten ist, wurde der Königssaal erst 1934 erbaut. Heute wird der Saal für Festivitäten genutzt, z.B. für Bankette, Bälle und Theateraufführungen. Während der Heidelberger Schlossfestspiele im Sommer finden im Innenhof Open-Air-Musicals, Opern, Theateraufführungen und klassische Konzerte der Heidelberger Philharmoniker statt.

Das Schloss ist von einem Park umgeben, in dem einst der berühmte Dichter Johann von Goethe spazieren ging. Die Heidelberger Bergbahn fährt vom Kornmakt über das Schloss auf den Gipfel des Königstuhls.

Vom Schloss aus überblickt man die gesamte Stadt Heidelberg und das Neckartal.

Bildung

Universitäten und Hochschulen

Hauptartikel: Universität Heidelberg und Liste der Personen der Universität HeidelbergDie Universitätsbibliothek

Heidelberg ist bekannt für seine höheren Bildungseinrichtungen. Die berühmteste davon ist die Universität Heidelberg. Sie wurde 1386 gegründet und ist eine der ältesten Institutionen in Europa. In der Tat ist Heidelberg die älteste Universitätsstadt des heutigen Deutschlands. Zu den prominenten Denkern, die mit der Institution verbunden sind, gehören Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Jaspers, Hans-Georg Gadamer, Jürgen Habermas, Karl-Otto Apel und Hannah Arendt. Der Campus befindet sich in zwei Stadtgebieten und mehreren Gebäuden. In zahlreichen historischen Gebäuden in der Altstadt befinden sich die geisteswissenschaftliche, die sozialwissenschaftliche und die juristische Fakultät. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften ist im Wissenschaftsturm in Wieblingen untergebracht. Die Medizinische und die Naturwissenschaftliche Fakultät sind auf dem Campus Neuenheimer Feld angesiedelt.

Auf dem Campus der Universität Heidelberg sind insgesamt 30.898 Studenten eingeschrieben (Stand 2014). Die Einschreibequote dieser Universität liegt bei 16,3 Prozent. Weniger als 20 Prozent der gesamten Studentenschaft ist international. Diese Universität hat viele Bereiche des Studiums für nationale Studenten wie; Theologie, Recht, Philosophie, moderne Sprachen, Wirtschaft und Sozialwissenschaften. Die Universität verlangt von den Studenten keine Studiengebühren. Der akademische Kalender der Schule ist semesterbasiert, und die Mehrheit der Unterrichtssprache ist Deutsch. Für internationale Studenten basiert der akademische Kalender auf einem Blockplan. Die internationalen Studenten besuchen den Unterricht in Blockphasen von 5 Wochen. Die Universität oder „Uni“ ist auf drei Campus verteilt, die jeweils unterschiedliche Studienrichtungen beinhalten.Alte Unihalle

Seit 1904 gibt es eine Hochschule für Erziehungswissenschaft, die Pädagogische Hochschule Heidelberg; seit 1979 gibt es eine Hochschule für Jüdische Studien, die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. Sie umfasst neun Fachbereiche, die sich sowohl auf Religion als auch auf jüdische Kultur spezialisieren. Die Schiller International University, eine private amerikanische Universität, ist ebenfalls mit einem Campus in Heidelberg vertreten und bietet mehrere Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen International Business und International Relations and Diplomacy an.

Forschung

Gebäude des Europäischen Labors für Molekularbiologie in Heidelberg, einschließlich des neuen Fortbildungszentrums

Neben den Forschungszentren und Instituten der Universität gibt es zahlreiche Forschungseinrichtungen in der Stadt Heidelberg. Dazu gehören das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), die European Molecular Biology Organization (EMBO), das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, das Max-Planck-Institut für Astronomie, das Max-Planck-Institut für Kernphysik und das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht.

Schulen

Die SRH Hochschule Heidelberg ist eine der ältesten und größten privaten Hochschulen in Deutschland

Heidelberg beherbergt 23 Grundschulen. Es gibt mehrere weiterführende Schulen, sowohl öffentliche als auch private, die alle Stufen des deutschen Schulsystems repräsentieren. Es gibt 14 Gymnasien, von denen sechs privat sind. Mit 52% der Gymnasiasten, die ein Gymnasium besuchen, liegt Heidelberg über dem deutschen Durchschnitt, was vielleicht daran liegt, dass eine große Anzahl von Akademikern in Heidelberg und Umgebung lebt.

Zu den Gymnasien gehören das Kurfürst-Friedrich-Gymnasium, das Bunsen-Gymnasium, das Helmholtz-Gymnasium, das Hölderlin-Gymnasium und die Elisabeth-von-Thadden-Schule. Dann gibt es noch sieben Realschulen, zehn Hauptschulen und neun Berufsschulen (die sogenannten Berufsschule). Darüber hinaus gibt es mehrere Volkshochschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Heidelberg International School dient der lokalen Expatriate-Community.

Tourismus

Heidelberg ist eine Stadt zum Verlieben: die verträumte, romantische Kulisse rund um die Alte Brücke und das Schloss, ein unvergleichliches Kultur- und Unterhaltungsangebot an allen Ecken und Enden und eine deftige, himmlische Küche. Und das alles eingebettet zwischen dem Neckar und den Ausläufern des Odenwalds.

Es ist leicht zu verstehen, warum Besucher direkt zum Schloss strömen, das auf dem Hügel etwa 70 Meter über dem Neckar thront, wenn sie nach Heidelberg kommen. Zusammen mit der Alten Brücke gehört es zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten, die es in Deutschland gibt. Es lohnt sich, an einer Stadtführung teilzunehmen, schon allein um die Geschichte dieser mächtigen Festung zu erfahren, die in den letzten 700 Jahren einiges erlebt hat. Wussten Sie, dass im Weinkeller des Schlosses das größte Fass der Welt gelagert wird? Es besteht aus 130 Eichen und hat ein Fassungsvermögen von genau 221.726 Litern. Auch die Heidelberger Schlossfestspiele gehören zu den Hauptveranstaltungen des Sommers auf dem Schloss.

Im Zentrum der Altstadt liegt der Marktplatz mit einem der vielen schönen Brunnen Heidelbergs, herrschaftlichen Bürgerhäusern, Cafés und noch mehr hübschen kleinen Geschäften. Nicht zu vergessen die berühmte Heilig-Geist-Kirche. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zum Kornmarkt, den viele als den schönsten Platz der Stadt ansehen. Neben den Kurfürsten sind es die Gelehrten, die im Laufe der Jahrhunderte die geistigen und kulturellen Vorstellungen in Heidelberg geprägt haben. Die Universität ist die älteste auf deutschem Boden und hat in der Vergangenheit die besten akademischen Denker in die Stadt gelockt. Was die Stadt so einzigartig macht, kann man heute noch in den vielen gemütlichen alten Studentenkneipen sehen: Heidelberg hat echte Lebensfreude in Hülle und Fülle.

Weitere interessante Städte sind Mannheim, Frankenthal Weinheim und Speyer.

Mannheim

Mannheim ist bekannt für seine weltbewegenden Erfindungen, vor allem im Bereich der Mobilität: das Automobil, das Fahrrad und der Traktor haben hier ihren Ursprung. Der innovative Geist ist auch heute noch aktiv. Mit immer neuen Ideen, von neuen Formen der grünen Logistik und E-Mobilität bis hin zu fortschrittlichen Lösungen in der Medizintechnik und vibrierenden Kreativwirtschaftsclustern, konzentriert sich Mannheim auf seine einzigartigen Qualitäten: Lebensfreude, Wirtschaftskraft und Inspiration.

Die Mannheimer Innenstadt besteht aus Blöcken, wie in Manhattan. Anstelle von Straßennamen bieten die Schilder eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Im Inneren der sogenannten „Grid-City“ arbeiten zahlreiche internationale Unternehmen an Erfindungen, die die Zukunft verändern werden. Laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes ist Mannheim mit rund 4,95 Patenten pro 10.000 Einwohner eine der erfinderischsten Städte der Welt. Diese erfolgreichen Projekte lassen sich auf die aktive Clusterpolitik der Stadt zurückführen. Partner aus Finanzunternehmen, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaftsförderung der Stadt Mannheim bündeln ihr Wissen und ihre Erfahrung, um zwei besondere strategische Felder voranzutreiben: Medizintechnik und Kreativwirtschaft.

Patente pro 10.000 Mannheimer Bürger

Ein attraktives Umfeld
„Mannheim ist ein Ort der Toleranz, der Neugierde und der Innovation“, sagt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.
„Die Atmosphäre der Stadt ist attraktiv für kreative Menschen aus der ganzen Welt. Diese vitale Mischung aus unterschiedlichen Einstellungen macht unsere Stadt klug und widerstandsfähig. Sie ermöglicht eine sehr prosperierende soziale Ökologie, die die Basis für nachhaltiges Wachstum in allen Bereichen ist, die für die Gesellschaft der Stadt und ihre Zukunft als smarte und multifunktionale Stadt relevant sind.“

Die ExperConsult-Studie der Strategieberatung Roland Berger identifizierte 2009 das Potenzial der Medizintechnik für Mannheim und prognostizierte die Schaffung von 2.000 neuen Arbeitsplätzen im Laufe der nächsten 10 Jahre. Heute arbeiten über 7.500 Menschen in der Mannheimer Medizintechnikbranche. Global Player wie Roche Diagnostics, DENTSPLY Friadent, VRmagic und Siemens Healthcare haben ihren Sitz in Mannheim.

Die hervorragende Infrastruktur der Stadt ist ein entscheidender Faktor für die Investitionen der Unternehmen. Mannheims Straßenbahnsystem ist an das überregionale Netz der Region Rhein-Neckar mit 636 weiteren Städten und drei Bundesländern angeschlossen. Der Hauptbahnhof ist einer der wichtigsten deutschen ICE-Knotenpunkte: Der Frankfurter Flughafen ist etwa 30 Minuten entfernt. Der Innenhafen der Stadt – der zweitgrößte in Deutschland – verbindet die Stadt auf dem Wasserweg. Um Talente anzuziehen, wirbt Mannheim in über 170 ausländischen Nationen für sich als eine lebendige und vielfältige Stadt.

Eine enge Verbindung zwischen Wirtschaft und Forschung ist in mehreren Fachbereichen etabliert und wird durch innerstädtische Projekte ständig verstärkt. Das Technische Gymnasium Carl-Benz hat gerade einen Studiengang für Medizintechnik eingeführt, der sich aus Lehrveranstaltungen der Schule und der Mannheimer Hochschulen zusammensetzt.

Zu den bemerkenswerten Einrichtungen der Stadt gehört die Universität Mannheim, die eine der führenden wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten Europas beherbergt. Bahnbrechende Forschung und deren praktische Anwendung in den Unternehmen gehen dank akademischer Leistungen und Einrichtungen wie dem renommierten Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Hand in Hand. Ein aktuelles Beispiel für praxisorientierte Forschung ist das Mannheimer Projekt Molecular Intervention Environment, das die medizinische Behandlung – vor allem von Krebspatienten – durch Eingriffe in die Struktur von Körperzellen verbessern soll.

Ein intelligenter Ort zum Leben
Smart City Mannheim ist eines von mehreren Forschungsprojekten, die im Rahmen des staatlich geförderten Programms „E-Energy“ ins Leben gerufen wurden. Die Hauptziele der Projekte sind zu zeigen, wie erneuerbare Energien optimal in das Stromnetz integriert werden können und wie die Stadt als Energiespeicher fungieren kann. Neben PPC (einem führenden Anbieter von Kommunikationssystemen) gehören MVV Energie und IBM zu den weiteren Partnern des Projekts. Mit der Breitband-Powerline von PPC wird das Stromnetz in eine Echtzeit-Kommunikationsplattform verwandelt, die alle Haushalte, dezentralen Erzeuger und Messgeräte miteinander verbindet. 3.000 Haushalte werden mit Geräten ausgestattet, die Geräte intelligent steuern und mit dem Stromnetz verbinden. Die verschlüsselten Daten werden sowohl an das passwortgeschützte Webportal des Kunden als auch an das Versorgungsunternehmen MVV Energie gesendet.

Mannheim konzentriert sich auf seine einzigartigen Qualitäten: Lebensfreude, Wirtschaftskraft und Inspiration

Klug ist Mannheim auch in seinem Recyclingsystem: Es gibt ein Sammelsystem für alle Abfälle und Schrott. Der größte Teil dieses Mülls wird in der Nähe der Häuser gesammelt: der Rest kann zu den Recyclingstationen gebracht werden. Dieser Müll wird in einem Kraftwerk zu Kraft-Wärme-Kopplung recycelt. Die Schlacke des Kraftwerks wird ebenfalls recycelt. Das Kommunalunternehmen Abwasserwirtschaft der Stadt Mannheim ist seit 2003 im Besitz von Qualitäts- und Umweltmanagement-Zertifizierungen (EN ISO 9001, EN ISO 14001). Als strategisches Ziel wollen sie 100 Prozent ihres Energiebedarfs selbst produzieren: Derzeit liegen die Produktionsraten bei 100 Prozent für Wärme und 60 Prozent für Strom.

Kreativ werden
Auch die Kreativwirtschaft ist fest etabliert, mit der berühmten Mannheimer Schule und dem Nationaltheater, dem ältesten Stadttheater Deutschlands, kann Mannheim auf eine lebendige kulturelle Tradition zurückblicken. Die Popakademie, Deutschlands erste Hochschule für Popmusik und Musikwirtschaft, ist international bekannt. Musikfestivals wie das Maifeld Derby und die Time Warp untermauern Mannheims Position als Musikstadt.

Hier befindet sich auch das Atelier der weltberühmten Modedesignerin Dorothee Schumacher. Ihre Kreationen werden auf den jeweiligen internationalen Modewochen präsentiert. Mit dem Ziel, zu einem Umfeld beizutragen, in dem viele weitere kreative Unternehmen entstehen können, unterstützt das Mannheimer Gründungszentren unterstützt Existenzgründer. Das Zentrum berät während des Gründungsprozesses, stellt Büroräume zur Verfügung und hilft Neulingen bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen.

Alle Unternehmen und Gründungen in Mannheim identifizieren sich stark mit ihrer Stadt und ermöglichen die exzellente Arbeit ihrer kulturellen Einrichtungen, wie z.B. den Reiss-Engelhorn-Museumskomplex und die Kunsthalle Mannheim. Dr. Kurz ist sich des besonderen Engagements der hiesigen Unternehmer und Firmen sehr bewusst und betont, dass: „Es gibt symbiotische und vernetzte Prozesse zwischen der lokalen Wirtschaft und den lokalen Institutionen. Dieses einzigartige Mäzenatentum in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und soziale Projekte erweist sich als sehr wichtig für Mannheim, und die wirtschaftlichen Vorteile kommen allen zugute.“

Möglichkeiten für den Einzelhandel
Mannheim ist bekannt für seine hervorragenden Einkaufsmöglichkeiten. Luxusliebhaber werden ebenso zufrieden sein wie echte Schnäppchenjäger. Die Stadt investiert derzeit in eine große Einkaufsstraße – die ‚Planken‘ – und in den Bau eines neuen Einkaufszentrums. Mit Restaurants, Hotels, Wohnungen und Büros direkt im Zentrum wird sie dazu beitragen, den Ruf der Grid-City als moderne und lebenswerte Stadt zu festigen.

In den nächsten Jahren wird eine Reihe von Bauprojekten mit einem Investitionsvolumen von über 700 Millionen Euro Mannheim nachhaltig verändern. Das neue Glückstein-Quartier, direkt neben dem Hauptbahnhof gelegen, wird Büro- und Wohnflächen schaffen. Durch die Schließung von US-Militärbasen werden ca. 510 Hektar für kreative Wirtschaft, Technik und Ökologie frei. Vier Flächen werden im Jahr 2023 Teil der Bundesgartenschau sein und einen grünen Gürtel um die Stadt bilden. Ein Medienpark, Grünflächen, energieeffizientes Wohnen und eine „Meile der Technik“ mit einer E-Mobilitäts-Teststrecke sind ebenfalls im Gespräch. Vollgepackt mit all diesen und vielen weiteren kreativen und innovativen Ideen hat Mannheim hervorragende Perspektiven und die Chance, seinen Ruf als Stadt der Erfindungen zu festigen.

Weitere interessante Städte sind Frankenthal, Weinheim, Speyer, und Heidelberg.

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